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31.
August
2011 |
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Bayerischer Dachshundklub gegr. 1893 e. V. Schirmherr: SKH Herzog Franz von Bayern
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Aus dem Prüfungswesen |
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WUT-Schweissprüfung ohne Richterbegleitung (SchwhKoR) am 28. August 2011 in der Schweiz
Die diesjährige Schweissprüfung ohne Richterbegleitung wurde vom Schweizerischen Dachshundclub (SDC - Präsident Leo Hess) am Sonntag, den 28. August durchgeführt. Gebrauchsobmann des SDC zugleich Prüfungsleiter Ulli Sand übernahm die Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieser anspruchsvollen Gebrauchsprüfung. Die in der Region des Höhenzuges „Blauen“ ca. 10 km südlich von Basel gelegenen Reviere, standen dank Zusage vieler Jagdgesellschaften für diese hochrangige Schweissprüfung zur Verfügung. Schon in der Ausschreibung wurde auf die schwierigen Geländeverhältnisse mit dem Hinweis „kein flaches Gelände, gute Kondition der Gespanne vorausgesetzt“ hingewiesen. 15 Hundeführerinnen und Hundeführer aus sieben Nationen hatten die Herausforderung angenommen, sich dieser schwierigen Prüfung zu stellen. Die 40 Std.-Fährten wurden vom Prüfungsleiter mit seinen Helfern bereits am Freitag tropft. Die gut vorbereiteten und markierten Fährten, incl. aller bereis festgelegten Stellen für Winkel und Verweiserpunkte der 20 Stunden Fährten wurden am Samstag von den angereisten Verbandsrichtern gespritzt, hierbei konnten sich die Richter über die topografische Lage und Schwierigkeitsgrade der Fährten überzeugen. Samstagabend erfolgte nach Erledigung der notwendigen Anmeldeformalitäten und der Vorstellung der Hundeführerinnen, Hundeführer und Richter ein gemeinsames Abendessen, anschließend die offizielle Begrüßung der Teilnehmer, Richter und Gäste durch den Gebrauchsobmann und Prüfungsleiter des SDC, Ulli Sand; sodann erfolgten die Grußworte und Ansprachen des Präsidenten des SDC: Leo Hess, des Jagdpräsidenten Baselland: Pascal Cueni, des Leiters Veterinär- Jagd- und Fischereiwesen: Dr. Ignaz Bloch, der Gemeindepräsidentin von Aesch BL: Marianne Hollinger, weiterhin die Grußworte des DTK: des leider verhinderten Präsidenten Stefanus Middendorf durch Hubertus Brandenburg. Im Verlauf des Abends wurden dann die Fährten (20-Stunden und 40-Stunden Stehzeit) ausgelost. Der Begrüßungsabend wurde durch die Jagdhornbläser mit hervorragenden Vorträgen umrahmt, anschließend sorgte ein Alphornbläser mit Einlagen auf dem Alphorn und Fürst Pless Horn sowie ein musikalisches Trio für Unterhaltung.
Am Prüfungstag fanden sich die Gespanne, Richter und Gäste pünktlich um 08:00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ein. Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläser und der Begrüßung der Führerinnen/ Führer und Richter wurden durch Ulli Sand der Ablauf nochmals bekannt gegeben sowie die Zuteilung der jeweiligen Richter zu den ausgelosten Fährten vorgenommen. Im Anschluss ging es mit den besten Wünschen und Waidmannsheil in die Reviere.
Bis gegen Mittag kamen nacheinander die einzelnen Gespanne mit Richter zum Treffpunkt zurück. Die Revierverhältnisse waren offensichtlich für die meisten Gespanne zu schwierig. Sie hatten sich die Aufgaben wohl leichter vorgestellt, die Wetterverhältnisse der vergangenen Woche, meist täglich über 30 Grad Celsius, taten ein Übriges dazu.
Von den 8 Teilnehmern der 40 Stunden-Fährten fand kein Hundeführer zum Stück bzw. brachte nicht die notwendigen zwei Verweiser mit oder überschritt die vorgegebene Zeit von 90 Minuten. Von den 7 Teilnehmern der 20 Stunden Fährten kamen 2 Führer/innen unter den vorgegebenen Bedingungen zum Stück, so dass 2 x das Signal "Reh tot" geblasen werden konnte. Wenn man bedenkt, dass nur die besten Nachsuchengespanne der Mitgliedsländer am Start waren, ist das Ergebnis eher ernüchternd. Diese anspruchsvolle Prüfung in schwierigem Gelände, dürfte wohl die größte Herausforderung eines jeden Hundeführers sein, gute Orientierung und viel Nachsuchenerfahrung sind wohl nötig um solche anspruchsvollen Aufgaben zu meistern.
Nach einem gemeinsamen Essen im Schützenhaus wurde von der Nachbargruppe des Dackelklubs eine Einlage mit „Dackelkunststücken“ vorgeführt. Großer Applaus belohnte die Akteure der Vorführung. Im Anschluss erfolgte die Preisverleihung. Leider konnten nur zwei Gespanne die Siegerpokale in Empfang nehmen, alle Hundeführer/rinnen bekamen einen Erinnerungspokal und für deren Jagdbegleiter einen Futtersack.
Suchensieger 20 Std. Fährte / 1. Platz Normal-Kurzhaarhündin: "Bella z. Tanabourku", Tschechien Besitzerin u. Führerin: Zdenka Leonhardtova, CZ-66441 Trobusko 5 Verweiser / 55 Minuten
Suchensieger 20 Std. Fährte / 2. Platz Normal-Rauhhaarhündin: "Diva von Rätien", Schweiz Besitzer und Führer: Kurt Hartmann, CH-7223 Buchen 3 Verweiser / 84 Minuten
Nach einigen Dankesworten, gerichtet an den Veranstalter SDC sowie den Organisator und Prüfungsleiter Ulli Sand, wurde noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto gemacht. Mit dem Signal "Jagd vorbei" verabschiedeten die Bläser alle Teilnehmer. Siegfried Urian Impressionen (von Siegfried Urian):
KH "Bella z. Tanabourku" mit B./F.: Zdenka Leonhardtova, CZ-66441 Trobusko, und PL Ulli Sand
RH "Diva von Rätien" mit B./F.: Kurt Hartmann, CH-7223 Buchen (zweiter von links)
Auswahlsuche (SchwhK40) am 10. Juli 2011 für die Bundessiegersuche des DTK
Dank zweier fleißiger Jagdgebrauchsdackelführer, die ihre vierbeinigen Jagdgefährten zu dieser höchst schwierigen Prüfungsfährtenarbeit (Stehzeit 40 Stunden) gewissenhaft vorbereitet und gemeldet haben, konnte auch heuer im BDK diese Gebrauchsprüfung wieder durchgeführt werden.
Prüfungsteilnehmer (Peter Goetz-Fagner mit KH-Hündin "Dana von der Mau-Mau-Hütte" - Kaspar Stiedl mit RH-Rüde "Anderl von der Roten Traun" und RH-Hündin "Anka von der Roten Traun") - Verbandsrichter (Dr. Hans Leopold Ostermann, ÖDHK - Siegfried Urian, DTK/BDK - Karl Geißinger, DTK/BDK) und Prüfungsleiter (Friedrich Schmitz, BDK-Sektion Wendelstein) trafen sich im Prüfungsrevier bei Bruckmühl. Nach Abwicklung der erforderlichen Administration eröffnete Siegfried Urian mit seinem Jagdhorn und kurzer verbaler Begrüßung den Prüfungstag. Anschließend gab Richterobmann Dr. Ostermann einige grundsätzliche Anmerkungen zum Stellenwert geeigneter Nachsuchenhunde im Jagdbetrieb. Sodann waren die Dackel an der Reihe ihre Leistungsfähigkeit bei der Nachsuche auf einer 40-Stunden-Fährte im bezüglich Bodenverhältnisse und Wildvorkommen anspruchsvollen Prüfungsrevier unter Beweis zu stellen.
Nachdem es am Morgen des Prüfungstages ausgiebig und stark geregnet hatte, zeigte sich das Wetter zu Prüfungsbeginn aufgeheitert und im weiteren Verlauf sonnig und sehr warm.
Zwei Gespanne fanden zum Stück und meisterten mit unterschiedlicher Leistungsbewertung bezüglich Arbeitsweise, Fährtensicherheit, Finderwille die schwere Aufgabe. Siegfried Urian verkündete mit seinem mitgeführten Fürst-Pless-Horn mit "Reh tot" gekonnt die jeweils erfolgreiche Suche.
Respekt und Kompliment den Gespannen, die wieder einmal bewiesen haben, wie prädestiniert unsere Dackel für die Nachsuchenarbeit sind, führt man sie diesbezüglich einfühlsam und gewissenhaft an diese Arbeit heran und bereitet sie konsequent und mit hoher Ausdauer darauf vor, wobei für diese Teamarbeit enorm wichtig ist eine enge Bindung zwischen Hund und Führer/in.
Die Prüfungsergebnisse (maximal erreichbar 100 Leistungspunkte):
KH-Hündin "Dana von der Mau-Mau-Hütte" - 50 Leistungspunkte = 3. Preis RH-Hündin "Anka von der Roten Traun" - 75 Leistungspunkte = 2. Preis
Impressionen (Aufnahmen von Siegfried Urian und Stefan Seufert):
von links: Prüfungsleiter Friedrich Schmitz (BDK-Sektion Wendelstein), Hundeführer Kaspar Stiedl (1. Vorsitzender BDK-Sektion Chiemgau) mit RH-Rüde "Anderl von der Roten Traun" und RH-Hündin "Anka von der Roten Traun", Verbandsrichter Siegfried Urian (1. Vorsitzender BDK), Richterobmann Dr. Hans Leopold Ostermann (Präsident des ÖDHK), Verbandsrichter Karl Geißinger (Gebrauchsobmann BDK), Hundeführer Peter Götz-Fagner (BDK-Sektion München) mit KH "Dana von der Mau-Mau-Hütte".
Auch im Jahr 2011 bieten wir auf Landesverbandsebene wieder folgende Jagdgebrauchs-prüfung an:
Meldescheine können von der Seite "Service" heruntergeladen werden.
Auskunft erteilt unser Landesobmann Karl Geißinger.
Fortbildungstagung für Verbandsrichter/innen und Verbandsrichteranwärter/innen des BDK
Sonntag, 06. November 2011 - Beginn: 11:00 Uhr
Gasthof "Krieger", Naabstr. 20 / Mariaort, 93186 Pettendorf
Themen: - DTK-Prüfungsordnung - DTK-Richterordnung - Fragen aus der Prüfungspraxis
Bitte beachten:
Die Tagungsleitung übernimmt unser Landesobmann für das Jagdgebrauchshundewesen, Karl Geißinger.
Den Sektionsleiterinnen und Sektionsleitern sowie Prüfungsleiterinnen und Prüfungsleitern wird eine Teilnahme empfohlen.
Der Bundesobmann für das Jagdgebrauchs,- Gebrauchsrichter- und Prüfungswesen, Martin Zander, gibt folgende Hinweise und Erläuterungen zu der Prüfungsordnung (PO) des Deutschen Teckelklub gegr. 1888 e. V.
Seit der Gründung 1888 gilt der in der Satzung verankerte Grundsatz, Zitat: „den Teckel mit einem formvollendeten Körper zu züchten, sein ursprüngliches Wesen zu erhalten, seine jagdlichen Anlagen zu bewahren und zu fördern im Sinne tierschutzgerechter Achtung vor dem Geschöpf und der waidgerechten Jagd“. Die Vielseitigkeit des kleinsten deutschen Jagdgebrauchshundes beeinflusste den Inhalt der PO ganz wesentlich. Neben den Allgemeinen Vorschriften untergliedert sich die PO in die Bereiche Anlagenprüfungen und Jagdgebrauchsprüfungen. Die Zulassungsvoraussetzungen zu den Prüfungen wurden möglichst niedrig gehalten, um den Hundeführern die Möglichkeit der Auswahl zu erleichtern. Die gezielte, auf bestimmte Arbeiten konzentrierte, Vorbereitung, sollte die Einarbeitung ermöglichen. Soll der Teckel, seinen vielseitigen Anlagen entsprechend, eingesetzt werden, kann der Hundeführer die breite Palette der Prüfungen anstreben. Die erste Prüfung überhaupt ist die Überprüfung der Schussfestigkeit. Im Normalfall folgt dann die Spurlautprüfung. Will er sich den Spezialisten, z.B. für die Schweißarbeit, halten, konzentriert er sich auf diese Art der Ausbildung und wird den Teckel weder stöbern lassen noch bei der Bauarbeit einsetzen.
Alle Prüfungen unter 18 Monaten sind Jugendprüfungen, gekennzeichnet mit dem J nach dem Kürzel des Leistungszeichens, z.B. Sp/J für Spurlautprüfung/Jugend.
Zu den Anlagenprüfungen gehören die Prüfungen Spurlaut, Wassertest und Einarbeitung für die Bauarbeit (BhFK/95). Zu den Jagdgebrauchsprüfungen gehören die Stöber-, Vielseitigkeits- und Schweißprüfung (St, Vp und SchwhK und SchwhKF). Die erschwerte Schweißprüfung (Stehzeit über zwei Nächte, SchwhK40 und SchwhKF40) und die Schweißprüfung ohne Richterbegleitung (SchwPoR) sind die sog. gehobenen Prüfungen und werden nur durch einen Landesverband durchgeführt.
Naturleistungszeichen werden im praktischen Jagdbetrieb vergeben. Neben dem Naturleistungszeichen Stöbern im Jagdbetrieb (StiJ) und Schweißarbeit auf natürlicher Wundfährte (SchwhN) vergibt der DTK für die Baujagd (Fuchs, Dachs, Marderhund und Waschbär) für jede Raubwildart das Naturleistungszeichen Bauhund Natur, mit dem Kürzel des jeweiligen Raubwildes, z.B. BhN-F für Bauhund Natur-Fuchs. Das Raubwild kann springen oder gegraben werden (Einschlag).
Mit Wirkung vom 1.1.2010 hat der DTK der vermehrten Scharzwildbejagung Rechnung getragen und vergibt das Naturleistungszeichen SauN. Voraussetzung für den Einsatz im praktischen Jagdbetrieb und der dann möglichen Vergabe des Naturleistungszeichens ist die speziell für diese Jagdart abgelegte Jagdeignung.
Für StiJ = Brauchbarkeitsnachweis (nachgewiesener Spurlaut + Stöberprüfung oder Vp. Für SchwhN = jede Schweißprüfung auf künstlicher Wundfährte (älter als 1 Jahr!). Für BauNatur = Einarbeitung für die Bodenjagd (BhFK/95) >älter als 9 Monate, nachgewiesener Spurlaut Für SauN = Einarbeitung im Saugatter (ESw), älter als 1 Jahr, nachgewiesener Spurlaut
Hundeführer, die ihren Teckel sowohl bei der Stöberjagd, im Bau als auch auf der Rotfährte verwenden wollen, werden sich von Prüfung zu Prüfung vorarbeiten.
Herausragende Prüfungen sind: Auf der Rotfährte die einmal jährlich stattfindende Bundessiegersuche (in diesem Jahr zum 15. Male in den Revieren der Schorfheide um Chorin. Die dort gemeldeten, mindestens 2jährigen Teckel, haben sich in ihrem Landesverband auf der Auswahlsuche qualifiziert. Der "Bundessuchensieger" ist ein begehrter Titel.
Die Europa-Pokal-Vielseitigkeitsprüfung der FCI vergibt die Erdhundekommission der FCI an einen Mitgliedsverein innerhalb der FCI. Diese herausragenden Veranstaltungen, im letzten Jahr in Tschechien, davor in Österreich, der Schweiz, Italien, Slowakei und Deutschland sind absolute Highlights mit schwierigsten Anforderungen an Hund und Hundeführer.
Die Ausbildung zum Familienhund wurde vor mehr als 15 Jahren mit der Einführung der Begleithundeausbildung und der unterschiedlichen Abschnitte der Begleithundeprüfung eingeleitet. Hat sich der Hundeführerschein des VDH nicht, wie erhofft, durchgesetzt, ist die Ausbildung zum Familienhund heute ein wesentlicher Bestandteil der Hundeausbildung innerhalb des DTK geworden. Als Einstieg für die jagdliche Ausbildung, mit den verschiedenen Stufen der Unterordnung, Leinenführigkeit, des Ablegens, Warten im Auto bei geöffneten Türen pp. ermöglicht sie die gemeinsame Ausbildung von jagdlich ambitionierten Hundeführern und denen, die zur Jagd noch keinen Bezug haben, ihr aber nach und nach näher kommen.
So mancher Teckelführer hat über seinen Teckel zur Jagd gefunden. Die Prüfungsordnung des DTK 1888 e.V. ermöglicht die gezielte Ausbildung zum Spezialisten, fördert und ermöglicht, wenn gewünscht, aber auch die Vielseitigkeit des beliebten kleinen Vierbeiners.
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